4 Tipps für den Umgang mit Geld als Berufseinsteiger

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Ein Segen des Allmächtigen Gottes über uns. Die Rede ist natürlich vom ersten Lohn. Du wie auch ich träumten davon endlich das eigene grosse Geld zu verdienen und sich selbst Dinge leisten zu können. Doch wie du richtig lernst mit dem Geld umzugehen verrät dir in der Schule keiner. Deshalb mussten viele die ersten Erfahrungen mit dem eigenen Geld selbst machen und konnten nicht von einem Tipp oder Rat profitieren. Darum teile ich heute mit dir meine 4 Tipps für den Umgang mit Geld als Berufseinsteiger. Übrigens wusstest du, dass ca. 53% der Berufseinsteiger ihren ersten Lohn in ein Fahrzeug investieren.

Tipp 1: Schaffe dir einen Überblick über deine Einnahmen & Ausgaben

Damit du weisst, wie viel Geld du für Kleidung und Partys ausgeben kannst, solltest du dir bewusst werden, welche Kosten unbedingt gedeckt werden müssen. Du solltest dir überlegen, welche Ausgaben monatlich anfallen und vor allem welche unerwarteten Ausgaben auf dich zukommen könnten (Z.B Ersatzteile für dein Auto). Mach dir eine Liste mit all deinen Einnahmen pro Monat. Bei den meisten wird dies nur der Lohn von der Arbeit sein, jedoch kannst du hier klar auch das Kinderhüten oder das Rasenmähen der Nachbarn miteinbeziehen, falls dir diese Arbeit Geld einbringt. Auf der anderen Seite solltest du die Kosten während eines Monats übersichtlich und detailliert aufstellen. Dies könnte dann ungefähr wie folgt aussehen:

Einnahmen (Soll)    Ausgaben (Haben)
Lohn 4000.- Krankenkasse 350.-
Nebenverdienst   500.- Handyabo  50.-
    Wohnen 700.-
    Ausgang 100.-
    Kleidung  80.-
  Zug / Auto 120.-
   
    Saldo  3100.-
   
= 4500.- = 4500.-

 

Wie du sehen kannst, liegt der Saldo nach all den Abzügen bei 3100 CHF. Diesen Betrag kannst du entsprechend sparen oder für spätere grössere Anschaffungen auf die Seite legen. Die Darstellung die du oben siehst ist natürlich nur eine von vielen Möglichkeiten. Bei dieser Darstellung handelt es sich um die Buchhalterische Korrekte Darstellung einer Bilanz. Also Gegenüberstellung von Aktiven (Hier als Einnahmen bezeichnet) und Passiven (Hier als Ausgaben bezeichnet). Die Bilanz stellt bei Unternehmungen beispielsweise das Vermögen im Verhältnis zu den Ausgaben zu einem bestimmten Stichtag dar (Für die Jahresabschlüsse meist der 31. Dezember eines Jahres).

Handhabe deine Finanzen also genau so wie es Firmen mit ihrem Vermögen machen. Somit erkennst du wie viel du sparen kannst, und siehst vor allem in welchen Bereichen du dein Geld am meisten ausgibst. Falls du nicht genau weisst, wie viel du monatlich für etwas Bestimmtes ausgibst, ist das kein Problem. Messe deine Finanzen mehrere Monate und du kannst dann meistens einen Durchschnittsbetrag errechnen.

Tipp 2: Erstelle dir ein Sparkonto für deine Rückstellungen

Falls du bisher nur ein einziges Konto bei einer Bank eröffnet hast, empfehle ich dir unbedingt ein zweites anzulegen. Die Rede ist hier von einem Sparkonto. Also ein Konto auf dem du dein erspartes ablegst. Wenn du bereits Besitzer eines Sparkonto bist umso besser. Jedoch wird dieses nicht von jedem gleich Sinnvoll genutzt.

Nachdem du nun die Bilanz für deine Finanzen gemacht hast und du dein Sparpotenzial weisst, empfehle ich dir, dass du einen Dauerauftrag von deinem Lohnkonto zu deinem Sparkonto einrichtest sobald dein Gehalt eintrifft. Dies ist dein erster Schritt in Richtung automatische Ersparnis. Mit einer automatischen Rücklage auf dein Sparkonto profitierst du gleich doppelt. Du hast auf dem Sparkonto einen besseren Zinssatz und zudem kommst du nicht so schnell in Versuchung, dein ganzes Monatsgehalt auszugeben.

Ich habe meine Erfahrungen unterdessen bei 3 verschiedenen Banken gemacht und kann dir folgende Erfahrungen mit auf den Weg geben:

Raiffeisenbank: Für mich eine der besten Banken. Ich profitierte von freundlichem und kompetentem Personal. Das Online Banking ist einfach und gut strukturiert aufgebaut und für Android und IOS gibt es eine kostenlose App. (Eindeutige Empfehlung)

Neue Aargauer Bank: Mit der NAB habe ich beinahe nur schlechte Erfahrungen gemacht. Inkompetentes Personal, sehr lange Bearbeitungszeiten, Probleme mit dem Online Login und vor allem viele Probleme mit der Auflösung der Kreditkarte, der Konti und dem Aktiendepot. (Nicht Empfehlenswert)

Thurgauer Kantonalbank: Freundliches Personal, sehr übersichtliches Online Banking und einfache Handhabung. Sehr gute App für Android und IOS. Für mich ist die TKB gleichauf mit der Raiffeisenbank. Wegen Kantonsübergreifendem Umzug habe ich mich dazu entschlossen das Konto bei der TKB zu schliessen. Alles verlief ohne Probleme. (Klare Empfehlung)

Übrigens, habe ich bei allen 3 Banken keine Jahresgebühr für meine Konti zahlen müssen. Daumen hoch!

Tipp 3: Triff die Finanziell richtigen Entscheidungen

Das mag nun vielleicht etwas verwirrend klingen, jedoch für mich persönlich ebenfalls ein wichtiger Aspekt. Finanzielle Entscheidungen sind nicht so selten wie du wahrscheinlich denkst. Du begegnest ihnen Tag täglich und fällst deine Entscheidung unbewusst, meist wirst du nicht aktiv darüber nachgedacht haben. Kleines Beispiel gefällig? Also gut: Du gehst jeden Morgen mit dem Zug zur Arbeit. Beim Bahnhof Kiosk holst du dir wie immer deinen Täglichen Kaffee für den Start des Tages.

Der Kaffee kostet nicht viel und du wirst darüber kaum einen Gedanken verschwendet haben. Lass uns jedoch einmal nachrechnen.

Tägliche Ausgaben für den Kiosk Kaffee              =            2.50.-

Wöchentliche Ausgaben für den Kiosk Kaffee    =            10.- (2.50.- x 5)

Monatliche Ausgaben für den Kiosk Kaffee        =            40.- (10.- x 4)

Jährliche Ausgaben für den Kiosk Kaffee            =            480.- (40.- x 12)

Bedeutet also, dass du im Jahr 480.- für Kaffee ausgibst. Ich möchte dir nicht sagen, dass du auf den Kaffee verzichten solltest, wenn du den Kaffee jedoch Zuhause selbst machst siehst das ganze schon ganz anders aus:

Tägliche Ausgaben für eigenen Kaffee                 =            1.20.-

Wöchentliche Ausgaben für eigenen Kaffee       =            6.- (1.20.- x 5)

Monatliche Ausgaben für eigenen Kaffee           =            24.- (6.- x 4)

Jährliche Ausgaben für eigenen Kaffee                =            288.- (24.- x 12)

Das würde also eine Ersparnis von 192.- Franken pro Jahr bedeuten und du hast auf nichts verzichtet. Also schon eine beachtliche Zahl für einen kleinen Kaffeebecher. Deine Aufgabe ist es nun, dass du dir bewusst wirst, wann du dein Geld eigentlich ausgibst. Achte dich auch auf die kleinen Dinge. Wenn du darauf verzichten kannst, dann verzichte darauf, wenn nicht dann behalte es bei. Es soll hier nicht darum gehen, dass du dir nichts mehr gönnen darfst, sondern darum, dass du dir bewusstwirst wo dein Geld hinfliesst und wie du es bei Bedarf optimieren kannst.

Tipp 4: Bargeld vor Plastikkarte

Ich gehe davon aus, dass ich für uns alle spreche, wenn ich sage, dass wir bereits einmal den Überblick verloren haben, wenn wir unsere Einkäufe mit der Kredit- oder Debitkarte gezahlt haben. Viele sehen die Kreditkarte als einfaches Zahlungsmittel und da stimme ich 100% zu. Jedoch erlebt man teilweise dann auch das Böse erwachen, wenn die Buchung auf dem Konto grösser ist als gedacht. Deshalb lege ich euch vor allem zu Beginn ans Herz, so viel wie möglich mit Bargeld zu bezahlen. Die Hemmung um das Bargeld im Geldbeutel rauszurücken ist um einiges grösser als kurz mit der Debitkarte über einen Scanner zu wischen und eine Zahlung zu tätigen. Achte darauf, dass du stets den Überblick bewahrst. Nach einer gewissen Zeit wirst du ein Gefühl dafür kriegen und wirst dich auch mit der Kredit & Debitkarte im Griff haben. Dazu bedarf es jedoch ein grosses Selbstmanagement.

Für was hast du deinen ersten Lohn ausgegeben und wie behälst du den Überblick über deine Finanzen? Lass es uns in den Kommentaren wissen.

Hasta Luego

Cyril von der Finanzkiste.

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